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Tipps und Tricks im Umgang mit Medien und Datenschutz

Tracking

„Tracking“ bedeutet auf Deutsch „Verfolgung“ oder „Ortung“ und kann ganz unterschiedliche Formen haben: Eine Paketsendung zu verfolgen, kann z.B. sinnvoll sein (Wann kommt es an und wann muss ich Zuhause sein?) und seine Pizza-Lieferung zu orten hat zugegeben einen gewissen Charme und Spaßfaktor. Es gibt aber auch Formen des Trackings, die überflüssig sind, z.B. wenn dich jemand trackt, um zu wissen, wo du bist oder wo du deine Zeit verbringst.

Meistens funktioniert so eine „Verfolgung“ über das GPS in deinem Smartphone. Es gibt zahlreiche Apps, mit denen Eltern ihre Kinder überwachen können oder Liebespaare gegenseitig kontrollieren können, wo sich die Partnerin oder der Partner gerade aufhält.  Besonders schlimm ist Tracking, wenn du ohne dein Wissen von Apps getrackt wirst, die deine Bewegungsprofile (wann, wo und wie lange du an einem Ort warst), an Drittanbieter weiterverkaufen und Geld mit diesen sehr privaten Informationen verdienen.

Wichtig:  Mit einem Smartphone in der Tasche, kannst du es kaum noch vermeiden getrackt zu werden. Du solltest dein GPS-Signal immer aussschalten und auch dein WLAN. Anhand der Stellen, an denen sich dein Handy in ein WLAN einwählt, können ebenfalls Bewegungsmuster erstellt werden. Dies wird z.B. bereits teilweise in Supermärkten so gemacht: Die Betreiber werten beispielsweise aus, wie lange du vor welchem Regal gestanden hast, welche Produkte dich somit interessieren und welche Produkte schlechter ankommen.

Auch viele Webseiten sind daran interessiert, deine Metadaten auszuwerten und deine Aktivitäten zu verfolgen, was ebenfalls eine Art des Trackings ist. Sie wollen zum Beispiel wissen, von welcher Seite du auf ihr Angebot aufmerksam gemacht wurdest. Das geht sie aber nichts an. Du solltest daher in den Einstellungen deines Browsers ein Häkchen bei folgender Datenschutz-Einstellung setzen: „Websites mitteilen, meine Aktivitäten nicht zu verfolgen“.

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