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Medienkompetenz

Werbung bei YouTube, Instagram & Co. erkennen

In Sozialen Netzwerken und ganz besonders bei YouTube und Instagram, spielt Werbung eine große Rolle. Denn auch die bekanntesten YouTuber.innen verdienen ihr Geld hauptsächlich durch die Werbung, die sie machen und nicht durch die Klickzahlen ihrer Videos.

Dabei können vor allem zwei Werbeformen unterschieden werden: Werbung und Produktplatzierung. Ein kurzer Überblick:

Werbung („advertisement“ oder „ad“):

  • Die YouTuber.innen (dasselbe gilt für Instagram) bekommen ein Produkt geschenkt und der Hersteller von dem Produkt gibt ganz genau vor, was dazu gesagt werden soll. Dies kann auch beiläufig in den Post/ in das Video eingebaut werden.
  • Sie bekommen ein Produkt geschenkt und sagen selber etwas positives dazu (z.B. „Meine Haare riechen heute so gut, weil ich sie mit dem Shampoo XY gewaschen habe.“).
  • Die YouTuber.innen bekommen ein Produkt geschenkt, damit sie es in die Kamera halten und etwas dazu erzählen. Es geht in dem Beitrag nur um dieses Produkt.

Produktplatzierung („product placement“):

  • Die YouTuber.innen bekommen ein Produkt geschenkt, das sie sichtbar im Hintergrund aufstellen oder an sich tragen, aber es geht in dem Beitrag nicht um das Produkt.
  • Sie bekommen ein Produkt geschenkt, damit sie es in die Kamera halten und etwas dazu erzählen. Es geht in dem Beitrag allerdings nicht nur um dieses eine Produkt, sondern um mehrere.

Offiziell keine Werbung ist es, wenn

  • sich die YouTuber.innen das Produkt selber gekauft haben und selber entscheiden, was sie dazu sagen möchten,
  • wenn Vor- und Nachteile des Produkts genannt werden,
  • wenn das Produkt den YouTuber.innen zwar geschenkt wurde, aber weniger als 1000 Euro wert ist und nicht im Vordergrund des Beitrags steht.

Die Grenzen sind also fließend und so richtig kontrollieren tut es keiner. Und das ist auch gar nicht möglich. Wenn Werbung nicht ausdrücklich gekennzeichnet ist (durch einen Ton, eine Ankündigung oder einem schriftlichen Hinweis), dann spricht man von „Schleichwerbung“. Die Werbung schleicht sich sozusagen heimlich ein und man merkt oft gar nicht, dass es sich um Werbung handelt.

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Bild: CC0 Public Domain (»Creative Commons)
Quelle: dasding.de | M. Schirmeister | 27.04.2017

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