Im Internet kursieren in letzter Zeit besonders oft (absichtlich) falsche Nachrichten und Meldungen (oder auch Hoax) und diese sind auch für Experten nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Es gibt allerdings ein paar Hinweise auf die du achten kannst:

  1. Aufmerksam sein: Nur weil eine Nachricht besonders weit verbreitet wurde und in Sozialen Netzwerken besonders oft geteilt wurde, heißt es noch nicht, dass die Nachricht auch der Wahrheit entspricht. Wenn du selber nicht ganz genau weißt, ob die Inhalte stimmen, solltest du die Nachricht nicht selber weiter verbreiten.
  2. Nicht blenden lassen: In vielen Falschmeldungen stehen Zahlen, Statistiken oder Zitate von Experten, um die Nachricht seriöser und echter wirken zu lassen. Wenn der Text ziemlich einseitig geschrieben ist, dann solltest du den Inhalt kritisch hinterfragen, denn ein seriöser Artikel zeigt meistens mehrere Seiten und Perspektiven zu einem Thema auf.
  3. Quellen prüfen: Schau dir an, wer den Text verfasst hat, oder zu wem die Internetseite gehört. Dafür kannst du in das Impressum schauen, denn dort müssen Name, Anschrift und Kontaktmöglichkeiten gegeben sein. Wenn ausländische Anbieter dahinter stecken, dann ist ziemlich sicher etwas faul. Wenn es gar kein Impressum gibt oder die Quelle nicht ausfindig gemacht werden kann, dann erst recht. Du kannst auch bei www.mimikama.at oder www.hoaxmap.org prüfen, ob die Meldung bei bereits gelisteten Falschmeldungen dabei ist.
  4. Bilder prüfen: Wenn in der Meldung Bilder dabei sind, dann solltest du dir diese genau anschauen. Achte dabei besonders auf Dinge im Hintergrund. Vielleicht erkennst du, dass das Bild in einer anderen Stadt oder in einem anderen Land aufgenommen wurde (anhand von Schriftzügen oder Bauwerken), oder dass Teile von dem Bild von der Farbe, Lichteinfall/Schatten oder Perspektive nicht richtig passen, weil sie schlecht bearbeitet worden sind. Wenn mit dem Bild etwas nicht passt, kannst du sicher sein, dass es sich um eine Falschmeldung handelt. Du kannst auch die umgekehrte Bildersuche bei Google (www.images.google.com) nutzen, um zu schauen, ob das Bild an anderen Stellen hochgeladen wurde. Dort lädst du das gesuchte Bild hoch und das Netz wird nach diesem Bild abgesucht. Tipp: Das kannst du auch tun, wenn du vermutest, dass private Bilder von dir unerlaubt im Umlauf sind.
  5. Sichere Suchmaschinen nutzen: Nutze Suchmaschinen, wie z.B. www.blinde-kuh.de oder www.fragfinn.de. Das sind Suchmaschinen, die extra für Kinder sind und wo die Inhalte besser überprüft werden (»Kinder-Suchmaschinen).

Besonders gefährlich sind Fake-News für die Arbeit von Journalist.innen, die viel mehr Zeit in ihre Recherchen stecken müssen, um die Echtheit zu überprüfen. Aber auch für alle anderen Menschen sind Fake-News eine schlimme Sache, denn man weiß gar nicht mehr genau, welchen Nachrichten man glauben soll. Gerade in Bezug auf politische Nachrichten, kann dies schlimme Auswirkungen haben.

____
Bild: CC0 Public Domain (»Creative Commons)
Quelle: schau-hin.info