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Tipps und Tricks im Umgang mit Medien und Datenschutz

Whistleblower

„Whistleblower“ (übersetzt: Hinweisgeber) sind Personen, die ganz brisante Geheimnisse in den Bereichen Wirtschaft und Politik veröffentlichen, zum Beispiel Informationen über Datenmissbrauch, Korruption (Bestechung) oder Insiderhandel (Informationen, die heimlich ausgetauscht werden). Der Begriff wird vom englischen „whistle“ abgeleitet, was „pfeifen“ oder im weiteren Sinne „verpfeifen“, also „verpetzen“ bedeutet. Die Informationen, die Whistleblower enthüllen, sind meist von so großer Bedeutung, dass die Personen anonym bleiben müssen, um nicht verklagt zu werden, sich vor Feinden zu schützen oder ihren Job nicht zu verlieren.

Ein sehr bedeutender Whistleblower der heutigen Zeit ist Edward Snowden, der zuletzt als Admin für den US-amerikansichen »Geheimdienst NSA gearbeitet hat. Im Jahr 2013 enthüllte er, welche Maßnahmen vor allem die amerikanischen und britischen Geheimdienste, aber auch diverse andere Geheimdienste, verwenden, um Telekommunikationsdaten und die Kommunikation im Internet weltweit zu überwachen. Der BND (Bundesnachrichtendienst) als deutscher Geheimdienst, tauchte in den Dokumenten ebenfalls als Partner auf. Dabei kam heraus, dass nicht nur Millionen von Bürgerinnen und Bürgern weltweit ausspioniert wurden, sondern auch die Gespräche von über 100 verschiedenen Staats- und Regierungschefs überwacht wurden, darunter auch über 300 Gespräche von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Snowden verriet also streng geheime Informationen über Spionage und wurde somit innerhalb dieser Behörden selbst zum Spion. Um sich zu schützen, ist er aus den USA geflohen und kann nicht dorthin zurückkehren.

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Bild: CC0 Public Domain (»Creative Commons)

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