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Tipps und Tricks im Umgang mit Medien und Datenschutz

Staatstrojaner

Unbenannt

Staatstrojaner sind Spionage-Programme (vgl. »Schadsoftware), die von Ermittlungsbehörden (Polizei, Staatsanwaltschaft,…) und Geheimdiensten (z.B. Bundesnachrichtendienst (BND)) heimlich auf Endgeräten installiert werden, über die kommuniziert wird. Also auf Computern, Laptops, Smartphones über die »Soziale Netzwerke, »Instant Messenger und andere Chat- und Videotelefonie-Programme genutzt werden können.

Der Begriff „Trojaner“ ist vom Begriff „trojanisches Pferd“ abgeleitet und auf eine Geschichte in der griechischen Mythologie zurückzuführen. In dieser geht es darum, dass die Griechen unter der Herrschaft von Odysseus ein riesiges, hölzernes Pferd gebaut haben, dass sie der Stadt Troja geschenkt haben. Die Bewohner der Stadt haben das Geschenk angenommen und dieses Pferd durch ihre hohen Stadtmauern in die Stadt hinein transportiert. Doch im Inneren des Holz-Pferdes hatten sich Krieger versteckt, die somit ohne große Mühe in die Stadt eindringen und diese bekriegen konnten.

Und genauso funktioniert ein Trojaner in einem Computersystem: Er tarnt sich z.B. als ein Computerprogramm (z.B. als ein »Plug-in, eine App, …) oder als eine Datei im E-Mail-Anhang und fällt das System dann von innen an. Es ist technisch möglich, dass ein Trojaner Nachrichten abfängt oder die Kamera und das Mikrofon des Geräts unbemerkt einschaltet.

Mit dem Staatstrojaner bekommen Behörden also die Möglichkeit privateste Nachrichten von Menschen auszulesen oder abzuhören, was ein großer Eingriff in die Privatsphäre ist. Er wird als Schutzmaßnahme getarnt, um beispielsweise Verbrechen aufzuklären oder zu verhindern. Es ist jedoch die Aufgabe des Staates für Sicherheit zu sorgen, indem er Sicherheitslücken schließt und nicht ausnutzt! Deshalb sind sehr viele Menschen gegen den Einsatz von Staatstrojanern!

In folgendem Video wird der Staatstrojaner nochmals in einfachen Worten erklärt:

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Bild: © panthermedia.net / SimpleFoto

 

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