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Tipps und Tricks im Umgang mit Medien und Datenschutz

Internet der Dinge

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„Internet der Dinge“ bezeichnet die technologische Entwicklung von der Vernetzung von alltäglichen Gegenständen. Dadurch können diese mit den Menschen, aber auch untereinander kommunizieren. Beispiele:

  • Internetfähiges Spielzeug (sprechende Puppen, Roboter, interaktive Bücher, …)
  • Gadgets (Wearables, wie Fitnessarmbänder, Smart Watch, Alexa, …)
  • Smart Home (per App regulierbare Heizungen und Jalousien, sprechende Zahnbürste, …)
  • Smart Cars (Autos, die sich z.B. selbst einparken oder erkennen, wenn du am Steuer müde wirst)

Diese Dinge erledigen verschiedene Aufgaben von alleine oder sollen zumindest den Menschen bei bestimmten Aufgaben entlasten. So vorteilhaft es auch sein mag, dass du mit einer Puppe sprechen kann wie mit einer Freundin oder, dass du schon auf dem Nachhauseweg die Heizung in der Wohnung einschalten kann, es ist wichtig zu bedenken, dass dabei Unmengen an Daten gespeichert werden. Jede Bewegung und jede Aktion wird an die jeweiligen Unternehmen weitergeleitet, welche dann versuchen ihre Kunden bestmöglich zu analysieren, um ihre Produkte zu optimieren und dann mehr zu verkaufen.

Ein kleines Gedankenexperiment, wie sich das Internet der Dinge in Zukunft entwickeln könnte:

Angenommen der Kühlschrank in eurer Wohnung wäre mit dem Internet verbunden und registriert anhand von Codes und Chips an den Produkten, welche Lebensmittel darin enthalten sind. Außerdem trägst du ein Fitnessarmband, welches dir jetzt gerade nach dem Sport signalisiert, dass du einen Liter Wasser trinken sollst, weil du anhand deiner Bewegungs- und Vitaldaten (Puls, etc.) eine bestimmte Menge an Flüssigkeit durch Schwitzen verloren hast. Das Armband startet eine Abfrage an den Kühlschrank und der Kühlschrank teilt dem Fitnessarmband mit, dass kein Wasser mehr da ist. Diese Information leitet der Kühlschrank an deine Einkaufs-App weiter. Dadurch bekommst du Informationen auf dein Smartphone geschickt, in welchen Läden auf deinem Heimweg gerade dein Lieblingswasser im Angebot ist. Zusätzlich bekommst du aber auch andere Produkte vorgeschlagen, die gerade stark reduziert sind, deshalb kaufst du auch noch Marmelade. Zuhause stellst du diese in den Kühlschrank. Der Kühlschrank sendet an das Fitnessarmband, dass Marmelade im Kühlschrank steht und das Armband rechnet aus, wie viel du dich am Tag bereits bewegt hast, wie viele Kalorien du bereits verbrannt hast und wie viele Marmeladenbrote du heute Abend noch essen darfst….

Gruselig, wie wenig man dann noch selber nachdenken muss, oder? Die Marmelade hättest du gar nicht gekauft, wenn sie dir nicht in der App angezeigt worden wäre. Die App wäre dir gar nicht angezeigt worden, wenn noch Wasser im Kühlschrank gewesen wäre. Der Marmeladen-Hersteller freut sich über die Einnahmen, aber die Kaufentscheidung hast du nicht selber getroffen.

Das Gedankenexperiment kann beliebig weiter gehen. Was passiert, wenn du deine Sporteinheit nicht erfüllt hast, zu wenig getrunken hast und zu viele Marmeladenbrote gegessen hast. Und wenn dir das nicht nur einmal passiert ist, sondern regelmäßig an fünf Tagen der Woche? Petzt das Fitnessarmband die Informationen an deine Krankenkasse? Musst du nun höhere Beiträge zahlen, weil dein Lebensstil als ungesund eingestuft wurde?

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Bild: CC0 Public Domain (»Creative Commons)

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