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Tipps und Tricks im Umgang mit Medien und Datenschutz

Sexting

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Das Wort „Sexting“ setzt sich aus „Sex“ und „Texting“ zusammen. Es bezeichnet den einvernehmlichen Austausch von erotischen Nachrichten, Bildern und Videos zwischen zwei Personen. Wichtig dabei ist, dass dieser Austausch von beiden Parteien gewollt ist, denn wenn eine Person diese Nachrichten oder Bilder nicht bekommen möchte, befinden wir uns schon im Bereich der sexuellen Belästigung und wenn eine Person so ein Foto nicht anfertigen möchte, im Bereich der sexuellen Nötigung.

Einige Jugendliche tauschen erotische Texte und Bilder mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin als Vertrauensbeweis aus oder um zu flirten. Doch dabei kann auch einiges schief gehen: Der Partner könnte das Vertrauen missbrauchen und die Fotos seinen Freunden oder Fremden zeigen. Außerdem können die Bilder auch auf anderen Wegen in falsche Hände gelangen, z.B. wenn jemand diese auf deinem Gerät sieht oder sich dein Gerät mit einem anderen Gerät synchronisiert (»Synchronisation), z.B. wenn du dein Handy zum Laden an den Computer anschließt. Außerdem besteht auch die Möglichkeit, dass dein Gerät gehackt wird (»Hacker).

Wichtig: Am besten verzichtest du ganz auf die Art Bildaufnahmen! Wenn du allerdings trotzdem Bilder von dir machst, auf denen du nackt oder in Unterwäsche zu sehen bist, dann musst du unbedingt darauf achten, dass dein Gesicht nicht zu erkennen ist und auch sonst nichts auf dem Bild mit dir in Verbindung gebracht werden kann (Narben, Muttermale, Piercings, Tattoos,…). Achte auf Dinge, die im Hintergrund sind, z.B. auf dein Zimmer, das andere erkennen könnten. gerade, wenn du Fotos im Spiegel machst, solltest du überprüfen, was sich noch alles spiegelt. Wenn solche Bilder in Umlauf geraten, kann dies ganz schlimme Folgen für dich haben, denn es könnte dich jemand mit diesen Bildern erpressen oder wegen der Bilder mobben (»Cybermobbing).

Die Schuldfrage: Sobald ein Sexting-Fall schief geht und die Fotos an die Öffentlichkeit gelangen, kommt schnell die Frage auf, wer Schuld ist. Bzw. in den meisten Fällen wird direkt die Person auf den Bildern als „selbst Schuld“ betitelt, ohne dass ein wenig Verständnis entgegen gebracht wird. Das Anfertigen der Bilder ist jedoch jedem freigestellt. Wirklich „schuldig“ ist die Person, die das Bild weiterleitet, denn sie verletzt nicht nur das Recht am eigenen Bild, sondern auch andere Persönlichkeitsrechte.

Die Genderproblematik: Handelt es sich bei der Person auf dem Foto um ein Mädchen, zieht das Bild oft weite Kreise und es folgen übelste Beschimpfungen. Ist auf dem Bild ein Junge zu sehen, wird dieser schonmal als besonders cool oder mutig dargestellt. Es sollte jedem bewusst sein, dass dies absolut nicht fair ist und das Geschlecht keine Rolle spielen sollte.

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Bild: CC0 Public Domain (»Creative Commons)

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