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Tipps und Tricks im Umgang mit Medien und Datenschutz

FSK

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„FSK“ steht für die „Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft“. Du findest diese Abkürzung zum Beispiel auf DVDs und Blu-rays, im Fernsehprogramm, im Kino oder Fernsehen, bevor ein Spielfilm beginnt, und an anderen Stellen, bei denen es um Filme geht. Denn es handelt sich um eine Kennzeichnung, ab welchem Alter der Film angeschaut oder gekauft werden darf. Für die Einstufung von Computerspielen, ist die USK zuständig.

Es gibt in Deutschland fünf Altersfreigaben:

  • FSK 0
  • FSK 6
  • FSK 12
  • FSK 16
  • FSK 18

Diese sind Teil des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) und sollen vermeiden, dass Kinder Inhalte zu sehen bekommen, die nicht für ihr Alter geeignet sind, zum Beispiel Gewalt- oder Nacktszenen und Fäkalsprache (Schimpfwörter oder starkes Fluchen). Das muss nicht immer heißen, dass ein Film mit vielen Gewaltszenen erst für ältere Kinder freigegeben wird, denn es wird auch darauf geachtet, was die Botschaft hinter der Geschichte ist. Wenn beispielsweise im Film ganz klar betont wird, dass Gewalt schlecht ist und andere Lösungen für Probleme und Konflikte geboten werden, dann kann der Film eventuell auch für jüngere Kinder zugelassen werden, obwohl die Szenen recht brutal sind.

Die Produzent.innen von Filmen sind zwar nicht gesetzlich verpflichtet, ihre Filme von der Freiwilligen Selbstkontrolle prüfen zu lassen, aber in Deutschland dürfen nur Filme gezeigt werden, die vorher geprüft wurden, deshalb bleibt den Produzenten keine andere Wahl, als ihre Filme prüfen zu lassen, wenn sie diese bei uns zeigen möchten. Diese Regelung ist natürlich gut, um Kinder zu schützen, doch du musst immer bedenken, dass eine Art Zensur betrieben wird und die Entfaltung von einzelnen Persönlichkeiten eingeschränkt werden kann. Das bedeutet: Wenn zum Beispiel eine Freigabe ab 12 Jahren erteilt wird (FSK 12), verpassen jüngere Kinder vielleicht Szenen, die zum kritischen Nachdenken angeregt hätten, ohne ihnen zu schaden. Jedes Kind ist individuell und kann das Gesehene ganz unterschiedlich verarbeiten. Die von der FSK festgelegten Freigaben sind in vielen Fällen gut überlegt, aber es gibt keine Garantie/Sicherheit, dass Zwölfjährige besser mit den Inhalten umgehen können als Mädchen und Jungen im Alter von 8 oder 10 Jahren. Und wenn beispielsweise einzelne Szenen herausgeschnitten werden, um eine niedrigere Altersfreigabe zu bekommen, dann werden außerdem die Filmemacher.innen zensiert und ihrer künstlerischen Freiheit beraubt.

Aufgabe: Schau dir mal gemeinsam mit deinen Eltern einen Film an, der für dein Alter freigegeben ist und achte dabei auf Gewalt- und Kampfszenen. Würdest du den Film auch jüngeren Kindern oder Geschwistern empfehlen? Wenn nein, wieso nicht? Würdest du eher eine höhere Altersgrenze ansetzen? Wenn ja, wieso? Rede mit deinen Eltern darüber. Und Übrigens: Dein Bauchgefühl wird dir schon ganz genau sagen, welche Szenen besser und weniger gut für dich geeignet sind, denn du kennst dich selbst am besten.

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Bild: CC0 Public Domain (»Creative Commons)

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